OPERATION TOLEDO- Bitte helfen Sie uns!!

Und wieder erreichte uns ein Notruf, diesmal aus der Provinz Toledo. Mehr als 150 Hunde, vom Hunger zum Wahnsinn getrieben, tragen einen verzweifelten Überlebenskampf auf einem Grundstück aus, das schlimmer als eine Müllhalde aussieht.

15.01.06 Aktualisierter Bericht:
Im Mai 2005 sahen wir uns gezwungen, Sie um Ihre dringende Hilfe für die 40 der 160 bei einer geisteskranken Frau eingezogenen schwerkranken Hunde zu bitten. Die Fotos dieser Aktion, die die spanische Naturschutzpolizei “ Operación Dálmata” nannte, waren so entsetzlich und schockierend, dass unsere deutschen Freunde sofort reagierten und uns sowohl finanziell als auch mit der Aufnahme von gesunden, reisefertigen Hunden unter die Arme gegriffen haben.

Anfang November 2005 haben wir noch Schrecklicheres erleben müssen! Uns erreichte ein Notruf aus einem Dorf in der Provinz Toledo. Dort hauste ein alter Mann auf einem Grundstück, das nur als Schrottplatz oder Müllhalde bezeichnet werden konnte. Er lebte dort mit über 150 Hunden, die er schon seit Wochen kaum noch gefüttert hatte und die sich deshalb vor Hunger gegenseitig zerfleischten. Die wenigsten von ihnen hatten noch Fell auf dem Körper, sie waren ausgemergelt und von Würmern und Parasiten zerfressen. Das Grundstück war von Kadavern und Exkrementen, in denen sich dicke, lange Würmer kringeln, übersät.
In zwei Rettungsaktionen, am 1. und 5. November, hat die ALBA dort insgesamt 34 schwerkranke Hunde heraus geholt. Zum Glück beteiligten sich wieder alle Vereine, die dem Madrider Tierschutzbund angehören, an dieser Aktion und die geretteten Hunde konnten auf mehrere Tierheime verteilt werden. Das “Positive” an diesem Fall war, dass der alte Mann keinerlei Widerstand leistete und die Tiere freiwillig herausgab. Seine einzige Bedingung war, dass sie in private Tierheime und nicht in Perreras kamen.

Warum ist es zu diesem entsetzlichen Elend gekommen? Der Mann erzählt, dass er als zehnjähriger Junge von zwei streunenden Hunden vor dem Tode bewahrt wurde, als ihn ein Stier angriff. Damals schwor er , jedem ausgesetzten Hund , der seinen Weg kreuzte, zu helfen. Wann verlor er die Kontrolle, wann wurde er geisteskrank? Wir wissen es nicht! Der Notruf erreichte uns erst vor kurzem. Und er ist nur einer von vielen, die uns täglich erreichen. In Spanien ein Versprechen abzulegen, alle ausgesetzten Hunde, die man findet, ohne über die nötigen Mittel zu verfügen, aufzunehmen, muss unausweichlich zum Wahn führen…..

Bitte machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst, wenn Sie die beigefügten Fotos anklicken. Trotzdem geben sie nur in kleinem Masse wieder, was wir uns heute life ansehen mussten. SIE haben das grosse Glück, dass Sie “nur” die Fotos anschauen müssen. WIR mussten auch noch hören, riechen, fühlen und anpacken – und wir haben die Zähne zusammengebissen, uns die Tränen der Trauer und der Wut aus den Augen gewischt und die Hunde, die am schlimmsten aussahen, ausgewählt, um sie als erste aus dieser Hölle herauszubringen. Wir sind durch diese Misere mehr getaumelt als gegangen und dachten, dass es sich um einen Alptraum handeln musste.
Aber es war kein Alptraum, es war Realität!!

Der Beweis dafür sind 33 schwerkranke Hunde
( einer ist inzwischen gestorben), die sich ab 5.11.05 bei uns im Tierheim befinden und deren Fotos sie auf dieser Seite betrachten können.
Wir sind scheinbar noch rechtzeitig gekommen und ausser einem haben alle Hunde überlebt. Zweieinhalb Monate nach ihrer Rettung, sind sie immer noch in strenger Quarantäne, da sie alle Staupeträger sind. Wir kalkulieren, dass ihre Tests ab März negativ ausfallen werden und sie dann endlich vermittelt werden können. Leider sind sie immer noch alle verstört und sehr ängstlich. Kaum einer von ihnen hat gesunde Zähne, die meisten haben nur noch Stummel oder gar keine. Deshalb können wir ihr Alter auch nur annähernd schätzen.

Viele unserer deutschen Freunde und Helfer haben sofort reagiert und und uns ihre Spenden zukommen lassen. Wir danken Ihnen allen von ganzem Herzen! Diese armen Hunde werden noch lange im ALBA-Tierheim bleiben müssen und nicht nur die Arbeits- und die seelische Belastungung werden für uns immens sein, die finanzielle Belastung wird ins Unerträgliche ausarten.
ABER WIR WERDEN ES SCHAFFEN – DIE TIERE VERTRAUEN AUF UNS!!!!

Bitte überweisen Sie Ihre Spende an folgendes Konto:

ALBA
Raiffeisenbank Neustadt e.G.
BLZ:57069238
Kto: 100236398
IBAN DE40 5706 9238 0100 2363 98
BIC GENODED1ASN

Wir danken Ihnen von ganzem Herzen im voraus, denn wir wissen, dass sie uns nicht im Stich lassen werden!
Einige von Ihnen haben PATENSCHAFTEN für diese Hunde übernommen. Das ist uns eine grosse Hilfe. Vielleicht bieten sich noch mehr liebe Menschen an?

Mitteilung unseres Tierarztes Dr. Manuel Garcia über die Toledo-Hunde VOM 22.12.05:
Die bei der „Operación Toledo“ gerettenen Hunde wurden einer Serie von Tests unterzogen, unter denen sich auch ein Staupe-Test befand. Dieser Urintest zur Feststellung des Staupevirus war bei allen Hunden POSITIV.
Die Hunde wiesen weder bei ihrer Aufnahme in unserem Tierheim Symptome dieser Krankheit auf, noch weisen sie sie jetzt auf. Trotzdem werden sie in strenger Quarantäne gehalten, um jegliche Ansteckungsgefahr bei anderen Hunden auszuschalten.
Anfang Januar werden sie einem erneuten Staupetest unterzogen werden und wir haben die Hoffnung, dass, wenn dieser negativ ausfällt, die Hunde so schnell wie möglich zur Adoption freigegeben werden können.

10.01.06 Die ersten Urin-Tests wurden wiederholt. Der Titer ist zwar gesunken, aber die Hunde sind immer noch Staupe-Träger.

10.03.06 Viele der Hunde sind inzwischen NEGATIV und stehen zur VERMITTLUNG!!

20.04.06 Möchten Sie sehen, wie es den Toledo-Hunden, die inzwischen adoptiert sind, geht? Dann klicken Sie bitte auf den Link „Die Entwicklung der Toledo-Hunde“ und freuen Sie sich über die Fotos!
Wir werden diese Seite ständig aktualisieren, damit Sie den Werdegang der Toledohunde verfolgen können.
VIEL SPASS!!

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